Auf in die 6. Session der Rutfront! Spendenübergabe aus den Einnahmen der Session 2025/2026 und Ausblick auf die neuen Spendenzwecke „Justice for Pedro“ und Lambda e.V. und Termine der neuen Session 2026/2027
Der Rutfront Fastelovendsbund e.V. feiert nächsten Monat den Auftakt zu seiner 6. Session! Gegründet mitten während der Covid-Pandemie im Jahr 2020, lud der Rutfront Fastelovendsbund e.V. am 11.11.2021 zu seiner ersten Session jemals ein. In den letzten 6 Jahren ist der Verein stetig gewachsen und zählt nun über 50 aktive Frontjenoss*innen sowie müßigjängige Jenoss*innen im Ruden Klüngel, mit denen er traditionalistisch Karneval feiert und sich dabei für alle Jecken in ihrer Verschiedenheit und gegenseitigen Verantwortung und Fürsorge einsetzt.
Der Rutfront Fastelovendsbund e.V. spendet aus seinen Einnahmen der Session 2025/2026 2.500,00 Euro, in gleichen Teilen zu je 1.250,00 Euro, an die Autonomen Frauenhäuser Köln – Frauen helfen Frauen e.V. – sowie den Medical Solidarity International e.V. Die Spendenübergaben erfolgten vergangenen Monat bei einem persönlichen Kennenlernen.
Die Spendenzwecke für die kommende Session 2026/2027 sind die Initiative „Justice for Pedro“ und der Lambda e.V. Der Rutfront Fastelovendsbund e.V. lädt zum Sessionsauftakt am 11.11.2026 in die Asimmetric Bar ein.
Spendenübergabe aus den Einnahmen der Session 2025/2026:
Der Rutfront Fastelovendsbund e.V. konnte aus den während der Session 2025/2026 eingegangenen Spenden und Einnahmen insgesamt 2.500,00 Euro an die vor der Session beschlossenen Spendenzwecke übergeben. In der letzten Session hatte sich der Verein dafür entschieden, je eine lokale und eine überregionale Initiative zu unterstützten. Der Frauen helfen Frauen e.V. setzt sich seit 1976 in Köln für den Schutz und die Unterkunft für von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder ein (mehr Informationen hier: https://www.frauenhaus-koeln.de). Neben den bestehenden zwei Schutzhäusern sowie der Planung eines dritten Schutzhauses, engagiert sich der Verein mit seiner Öffentlichkeitsarbeit für die Sichtbarmachung patriarchaler Machtstrukturen und der gesellschaftlichen Verantwortung gegen Gewalt an insbesondere Frauen* und Kindern. Der Rutfront Fastelovendsbund e.V. möchte die Werte und die Mission der autonomen Frauenhäuser mit dieser Spende unterstützen.

Durch den persönlichen Kontakt zur Regionalgruppe des Medical Solidarity International e.V. in Köln, ist der Rutfront Fastelovendsbund e.V. auf die unermüdliche Arbeit dieses Vereins an den europäischen Außengrenzen aufmerksam geworden, wo medizinische und psychosoziale Hilfe geleistet wird (mehr Informationen hier: https://medical-solidarity.org/de/). Für das Menschenrecht auf Gesundheit, für das sich der MSI e.V. einsetzt, sowie für die Bedeutsamkeit von Solidarität mit allen Menschen, die sich in prekären Situationen an Ländergrenzen befinden, möchte sich auch der Rutfront Fastelovendsbund e.V. mit dieser Spende aussprechen.

Spendenzwecke der Session 2026/2027
Aus konkretem Anlass möchte der Rutfront Fastelovendsbund e.V. die Initiative „Justice for Pedro“ in Köln unterstützen. Die Initiative entstand im Kontext des „Falls“ Pedro Corona, der am 8. April 2026 in Folge einer psychischen Krise Opfer von Polizeigewalt wurde, aufgrund derer er reanimiert werden musste und heute mit schweren Hirnschädigungen in einem Pflegeheim lebt. Das Netzwerk, das rund um Familie, Freund*innen und Anwalt gewachsen ist, setzt sich für Pedro Corona und die Ausweitung der Ermittlungen zu seinem Fall ein sowie für eine grundsätzliche Betroffenenhilfe und Aufklärung nach Polizeigewalt (mehr Informationen hier: https://justiceforpedro.de). Beim Sessionsauftakt des Rutfront Fastelovendbund e.V. am 11. November 2026 in der Asimmetric Bar in Köln Ehrenfeld wird ausschließlich für diesen Zweck gesammelt werden.
Aus ebenfalls gegebenem Anlass möchte der Rutfront Fastelovendsbund e.V. auf das queere Jugendnetzwerk Lambda e.V. aufmerksam machen. Insbesondere im Kontext des Anschlags auf den CSD in Berlin am 25. Juli 2026 möchte der Rutfront Fastelovendsbund e.V. seine volle Solidarität mit allen queeren Menschen aussprechen und sich für die Sichtbarkeit der bedeutsamen Arbeit sowie der akut prekären Finanzierungssituation des Vereins einsetzen. Das Netzwerk besteht seit 1990 und engagiert sich bundesweit in Selbstorganisation (mehr Informationen hier: https://lambda-online.de). Im Rahmen dessen möchte der Rutfront Fastelovendsbund e.V. auch den anyway e.V. in Köln erwähnen, der seit 2012 das queere Jungendzentrum anyway in Köln-Mülheim organisiert. Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat die Rahmenvereinbarung mit dem Lambda e.V. zum Jahresende 2026 gekündigt, wodurch dem Verein die staatliche Förderung entzogen wird. In der gesamten Session 2026/2027 wird der Rutfront Fastelovendsbund e.V. für den Lambda e.V. sammeln.
Ausblick op de Session 2026/2027
Alerta un Alaaf! Zum Auftakt vun de Session fiert de Rutfront Fastelovendsbund e.V. dä Elfte im Elfte, wie och im letzte Johr, en de Asimmetric Bar en Kölle-Ehrenfeld, Venloer Stroß 196. All Jecke un Jenoss*innen sin hätzlich einjelade. Jesammelt weed am 11.11. för de Initiatiiv „Justice for Pedro“. Nevven all de spannende Formate, die sich en de Session noch ereijne weede, es besonders op de spektakulär Rutfront-Sitzung hinzeweise: Die Sitzung weed, jenau wie im letzte Johr, em Kulturbunker in Müllem stattfinge, un zwar am 23. Jänuar 2027 –Termin vörmerke! De Ticketverkof weed natürlich rechtzick bekannt jejovve.
Kennenlernen noch vor Sessionsauftakt?
Am kommenden Donnerstag, 15. Oktober 2026, übernimmt die Rutfront im Rahmen der Sendung „lettered sheets“ von Maximilian Westphal das Radio 674.fm. Von 16 Uhr bis 18 Uhr gibt es viel Musik, Gespräche zu karnevalspolitischen Grundsätzen, einen Ausblick auf die neue Session, u.v.m – im Anschluss trifft sich der Verein ab 19 Uhr in der LOTTA in der Südstadt und freut sich über alle, die auf ein Kölsch vorbeikommen!